Das Wichtigste über Geburtsschäden


Was sind Geburtsschäden?

In der öffentlichen Wahrnehmung wird der Begriff „Geburtsschaden“ häufig mit der gesundheitlichen Schädigung eines Neugeborenen assoziiert, der im Rahmen der Geburt oder durch Fehlbehandlungen in der Schwangerschaft entsteht.

Wir verwenden den Begriff jedoch dezidiert zur Beschreibung der aus vaginalen Geburten entstehenden Langzeitfolgen mütterlicher Verletzungen, um eine oft übersehene Betroffenengruppe sichtbar zu machen.

Unser Schwerpunkt liegt hierbei auf den physischen Beeinträchtigungen im Bereich des Beckenbodens, die als direkte Folge einer vaginalen Entbindung auftreten.

Während der Begriff „Verletzung“ oftmals einen vorübergehenden Zustand suggeriert, nutzen wir bewusst den Begriff Schaden“. Damit verdeutlichen wir, dass es sich um dauerhafte, irreversible strukturelle Veränderungen handelt, die über die normale Regeneration nach einer Geburt hinausgehen und im medizinischen Sinne nicht heilbar, sondern lediglich symptomatisch oder operativ behandelbar sind.

Obwohl eine Geburt den mütterlichen Körper auf vielfältige Weise beeinflussen kann, konzentrieren wir uns auf Schädigungen des Beckenbodens, da diese sehr häufig auftreten und die wissenschaftliche Evidenz für den Zusammenhang mit der vaginalen Geburt am deutlichsten ist.

Die Geburtsschäden, mit denen wir uns befassen, umfassen zum einen strukturelle Defekte, die die anatomische Integrität des Beckenbodens zerstören, sowie die daraus resultierenden medizinischen Folgen, wie Hernien und Senkungserscheinungen, und zum anderen neurologische Schädigungen im Bereich des Beckenbodens und der Beckenorgane.

Darüber hinaus befassen wir uns mit den funktionellen Störungen, die aus den Schädigungen resultieren, sowie mit der psychischen Dimension, die untrennbar mit den physischen Schädigungen verbunden ist.